So präsentieren sich die Steinböcke am Herd
Disziplin und Ausdauer gehören zu den Stärken der Steinböcke. So wird
sich selten etwas Überflüssiges im Einkaufskorb befinden. Immerhin wurde
vorher alles genau durchgeplant. Der Preis-Leistungs-Vergleich im Supermarkt
versteht sich ganz von selbst. Qualität geht dabei eindeutig vor
Quantität. Das Fleisch darf ruhig ein bisschen teurer sein, wenn es dafür
vom besten Metzger der Stadt stammt. Wichtige Zutaten werden nie ausgehen
und in der Tiefkühltruhe liegen ordentlich beschriftete Vorräte in Reih
und Glied. Experimente in der Küche sind nicht gerade die Sache der
Steinböcke. Rezepte mit Mengenangaben sind schließlich dazu da, das
bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dafür darf die Zubereitung auch
kompliziert sein oder etwas länger dauern. Gäste die sich verspäten,
bekommen einen strengen Blick, denn Steinböcke legen Wert auf feste
Essenszeiten.
Und so mögen es die Steinböcke kulinarisch
Steinböcke wissen gern genau, was sie zu sich nehmen und woher es stammt.
Und damit liegt auf der Hand, dass die klassische Hausmannskost bevorzugt
wird. Bodenständig und hochwertig muss es sein. Ein Tafelspitz oder auch
ein Linsengericht haben Vorrang vor Pasta oder Pizza. Ein kräftiges
Schwarzbrot mit Butter und Rettich macht die bescheidenen Steinböcke aber
auch schon glücklich. Am liebsten mögen sie es bitter. Sellerie und
Schwarzwurzeln, aber auch Steinpilze und Ziegenkäse stehen auf dem
Speiseplan. Die einzigen Gewürze, die wirklich reichlich verwendet werden,
sind Kümmel und Wacholder. Naschkatzen gibt es unter den Steinböcken nur
selten, allenfalls Nüsse und Dörrobst kommen zum Knabbern infrage. Auch
Alkohol stellt keine Versuchung dar, Mineralwasser und vor allem schwarzer
Tee sind die Getränke der Wahl.