So präsentieren sich die Jungfrauen am Herd
Die Gewürze sind nach ihrer Geschmackszugehörigkeit geordnet, die
Kochutensilien nach der Häufigkeit ihres Einsatzes. Die Jungfrauenküche
erkennen Sie sofort an der strategischen Planung und präzisen Ordnung. Es
wird nie vorkommen, dass während des Kochens minutenlang nach der
Knoblaupresse gesucht werden muss. Rezepte werden grammgenau eingehalten und
die Spaghetti kommen auch wirklich al dente auf den Tisch. Reste vom Vortag
werden nicht weggeschmissen, sondern in ansprechender Form noch einmal
serviert. Der Speisezettel wird mit praktischer Vernunft geplant. Falls Sie
wissen wollen, wo es derzeit das günstigste Obst aus kontrolliertem Anbau
gibt, wissen Sie, wen Sie fragen können, denn Preise und Kalorienzahlen
haben die Jungfrauen jederzeit parat.
Und so mögen es die Jungfrauen kulinarisch
Kräftiges Würzen, Fast Food oder fettes Essen sind so gut wie
ausgeschlossen. Gesund muss das Essen in erster Linie sein, es dominiert
ballaststoffreiche Vollwertkost. Frisch aus dem Ökoladen um die Ecke wird
das Vorratsregal der Jungfrauen bestückt. Bohnen, Erbsen, Spinat und Rüben
sind angesagt, ebenso wie Erdnüsse, Reis, Kohl und Heidelbeeren. Damit es
auch wirklich bekömmlich wird, greifen Jungfrauen gern zu Fenchel, Kümmel,
Gewürznelken und Dill. Wenn es die Zeit zulässt, wird das Getreide frisch
geschrotet und das Brot selbst gebacken. Salz verwenden Jungfrauen äußerst
sparsam und der Zucker wird durch Honig ersetzt. Als Dessert gibt es Müsli
mit Naturjoghurt. Angenehm gesättigt gönnen sich Jungfrauen zur
Entspannung dann gerne ein Tässchen Kräutertee mit Melasse.