So präsentieren sich die Schützen am Herd
Unternehmungslustig und aktiv wie die Schützen sind, werden sie wohl selten
allein zu Hause speisen. Entweder sind sie irgendwo unterwegs oder sie haben
spontan Freunde zum Essen eingeladen. Da kann von einer Planung von langer
Hand natürlich nicht die Rede sein. Schnell noch in den Supermarkt und dann
munter drauflosgekocht, so halten es die Schützen. Sollte einmal etwas
schiefgehen, dann sind die Schützen eher amüsiert und beweisen sich in der
Improvisation. Schon in der Küche sieht man, wie viel Raum die Schützen
brauchen – und wie gern sie reisen. Die Parmesanreibe wurde vom letzten
Urlaub aus Italien mitgebracht, der Wok aus Thailand importiert und das
Rezept stammt aus Südafrika. Der Speiseplan ist oft ein kulinarischer
Streifzug durch fremde Gefilde, heimische Gerichte gibt es dagegen eher
selten.
Und so mögen es die Schützen kulinarisch
Portionen zählen die Schützen nicht ab, auf der Tafel muss sich eine
verschwenderische Fülle ergießen. Üppig ist das Stichwort, denn Schützen
lieben es aromatisch, süß und fettig. Mit Fett braten oder backen und dazu
dann vielleicht noch eine Sahnesoße, da kommt Freude bei den Schützen auf.
Und erst die Nachspeisen: Sahnepudding, Mousse au Chocolat oder Sachertorte,
alle reichhaltigen Desserts dieser Welt sind willkommen. Die liebsten
Gemüsesorten sind Aubergine und Artischocke, im Obstfach finden wir Ananas,
Rhabarber, Birnen und Pfirsiche. Und nachdem öfter Speisen aus aller Herren
Länder zubereitet werden, ist das Gewürzregal besonders gut bestückt.
Bevorzugt werden Basilikum, Petersilie und Muskat. Während sie in Gedanken
schon ihr nächstes Abenteuer planen, nippen die Schützen zufrieden an
einem Glas fruchtiger Bowle mit einem Spritzer Weißwein.